Garten der Sinne

Auf unseren „Garten der Sinne“ sind wir besonders stolz.

Er wurde im Jahr 2009 im Rahmen einer Facharbeit  „Weiterbildung zur gerontopsychiatrischen Fachkraft“ erarbeitet, angelegt, fertig gestellt und anschließend mit dem kirchlichen Segen eingeweiht.

 

„Garten der Sinne“ bedeutet, mit allen Sinnen erleben!

 

Solche Gärten sind speziell auf Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, ausgerichtet. Ein Sinnesgarten bietet große Möglichkeiten und Chancen, einem unter Demenz leidenden Bewohner mehr Lebensqualität bieten zu können. Die Sinneswahrnehmung ist bei demenzerkrankten Menschen besonders wichtig, denn Sinnesgärten schaffen Erinnerung.


Alle fünf Sinne des Menschen werden in unserem Garten der Sinne angesprochen:

Das Riechen – durch die Nase
Beim Riechen denken wir natürlich sofort an den betörenden Duft von Blumen, an den würzigen Duft von Kräutern, aber auch an die feuchte Erde nach einem Regenguss u. v. m.

Das Sehen – durch die Augen
Die Beobachtung von Wachstum und Vergehen von Blüte, Fruchtbildung, Herbstfärbung und Laubfall, von Vögeln, Eichhörnchen, Igeln und anderen Gartenbewohnern..

Das Hören – durch die Ohren
Das Vogelgezwitscher, Wasserplätschern und das Rauschen des Windes in den Bäumen sowie das Klingen der angebrachten Wind- und Glockenspiele schaffen individuelle Klangatmosphäre.

Das Fühlen – durch die Haut
Der Sinnesgarten bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, den Tastsinn zu trainieren. In unseren Schatzkisten können Sand, Heu, Kieselsteine, Holz u. v. m. ertastet werden. Fühlen bedeutet auch, die Sonne, den Wind, die Kälte und die Tropfen auf der Haut nach einem Regen zu spüren.

Und das Schmecken – durch die Zunge
Die unbegrenzte Möglichkeit zum Naschen von Erdbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Obst, Gemüse sowie Kräutern - all dies bereichert den Erlebniswert des Schmeckens.

Stimulation ohne Stress
Der Garten soll als ein Mittel zum Stressabbau dienen und gleichzeitig die Sinne anregen.

Sicherheit und Geborgenheit
Der Außenbereich soll sich wohltuend auf die Psyche auswirken.

Erleben von Kompetenzen
Das Gartenmilieu soll den Demenzkranken Möglichkeiten für alte und evtl. lang vertraute Tätigkeiten bieten, z.B. Jäten, Gießen, Harken.

Wahlmöglichkeit zwischen Alleinsein und Gemeinschaft
Der Außenbereich soll sowohl Begegnungen zwischen Bewohnern wie auch den Rückzug zulassen. Oder auch nur das bloße Betrachten des Geschehens - je nach den Bedürfnissen jedes Einzelnen.

Mehr Lebensqualität der Bewohner
Die Anlage soll die Möglichkeit bieten, auf individuelle Bedürfnisse der Bewohner (Anhaltspunkte durch Biographiearbeit) eingehen zu können.


Nicht nur unsere Bewohner mit ihren Angehörigen und Gästen, sondern auch unsere Mitarbeiter nutzen unseren „Sinnesgarten“.